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"Niemand kann Herr über sich und seine Leidenschaften werden, ohne ein Mann des Gebetes zu sein."

Vorbild der Reinheit!

Kennst Du den heiligen Aloisius von Gonzaga? Nein?

Okay, dann sehen wir uns doch mal kurz sein Leben an. Er wurde am 09. März 1568 in Italien, südlich vom Gardasee, geboren und warder älteste Sohn des Markgrafen Ferdinand von Castiglione. Die Mutter hatte in Loreto ein Gelübde abgelegt, sich mit ihrem Kind der Mutter Gottes aufzuopfern. Schon als Fünfjähriger fand man Aloisius oft kniend in einem Winkel des Hauses betend an. Mit sieben Jahren wandte er sich von allem Weltlichen ab hin zu Gott mit brennendem Herzen und glühender Liebe. Er selbst nannte dieses Jahr das Jahr seiner Bekehrung und bekannte, dass er damals Gott den Herrn von Herzen über alles zu lieben angefangen habe. Sowohl am Hof von Florenz, wo ihn sein Vater mit acht Jahren hinschickte als auch am spanischen Hof schätze und liebte man ihn wegen seiner vortrefflichen tugendhaften Lebensweise und er erwarb sich den Namen eines Engels. Der verwandte heilige Kardinal und Erzbischof Karl Borromäus bereitete den zwölfjährigen Luigi auf die Heilige Erstkommunion vor und spendete sie ihm. So oft er die Heilige Kommunion in Folge empfing, bereitete er sich drei Tage aufs eifrigste vor und ebenso viele brachte er mit demütiger Danksagung zu. Als Aloisius 15 Jahre alt war, ging er mit Gott und seinem Gewissen ins Gespräch, welchen Stand er nun wählen soll. Mehr und mehr zog es ihn zur Gesellschaft Jesu, die wir heute als Jesuiten kennen. Am Fest Maria Himmelfahrt erhielt er die Bestätigung der seligsten Jungfrau Maria selbst, die ihm nach dem Empfang der Heiligen Kommunion sagte: „ Begib Dich in die Gesellschaft meines Sohnes und offenbare dieses deinem Beichtvater.“ Das tat er sofort. Sein Vater jedoch ließ ihn erst drei Jahre später gehen, nachdem Aloisius ihm ins Gesicht gesagt hatte „Gott ruft mich. Ich muss Gott gehorchen. Sie, mein lieber Vater widersetzen sich Gott selbst, wenn sie sich länger meinem Berufe widersetzen.“ So reiste er nach Rom und bat um Aufnahme bei den Jesuiten. Schon im Noviziat sah man in ihm ein Beispiel in allen Tugenden. 1591 wütete in Rom die Pest, an der viele starben. Der Heilige bat um die Erlaubnis den Todgeweihten beistehen zu dürfen. Tag und Nacht pflegte er sie. Endlich wurde er selbst von dem Übel der Pest ergriffen und ein starkes Fieber fesselte ihn drei Monate ans Bett. Er verbrachte diese Zeit in ständiger Betrachtung des Leidens Christi, mit geistlichem Gespräch oder geistlicher Literatur und ertrug alles mit heroischer Geduld und Hingabe. Als man ihm den herannahenden Tod ankündigte, frohlockte der 24-jährige und begehrte man möge mit ihm den ambrosianischen Lobgesang anstimmen. Am 21. Juni 1591 hauchte er dann mit dem Kruzifix in der einen und dem Rosenkranz in der anderen Hand sein Leben mit den heiligsten Namen Jesus und Maria aus. Papst Benedikt XIII. nannte Aloisius bei der Heiligsprechung im Jahre 1726 ein Vorbild der Unschuld und Keuschheit und stellte ihn als Schutzpatron der Jugend auf. Und die hl. Magdalena von Pazzi hörte man in einer Verzückung sagen „Aus Liebe zu Jesus bewahrte er die Keuschheit unbefleckt. In dieser Absicht lebte er immer in größter Mäßigkeit und wachte über seine Sinne so streng, dass er die Augen niederschlug, wenn er in einer Gasse ging, und dass er die Königin von Spanien, vor der er fast dreieinhalb Jahre täglich erscheinen musste aus den Gesichtszügen nicht erkannte.“ Möge uns der heilige Aloisius die Sehnsucht eines reinen Herzens erflehen und Fürsprecher sein für die Jugendlichen, damit sie nicht von der Welt verführt werden, sondern die Schönheit der vorehelichen Enthaltsamkeit entdecken.