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Die heilige Margareta von Antiochien

– Jungfrau und Märtyrerin

In der zweiten Hälfte des dritten Jahrhunderts wurde in Antiochia in Pisidien, der heutigen Türkei, ein Mädchen geboren. Ihr Vater, ein heidnischer Priester, gab ihr den Namen Margareta, der Name bedeutet „Perle“. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter wurde sie von einer gläubigen Amme erzogen und lernte so den christlichen Glauben kennen. Als ihr Vater, ihren Glauben und die damit verbundene Abkehr vom Götzendienst bemerkte, wurde er wütend und denunzierte seine Tochter beim Statthalter Olybrius. Der Legende nach war dieser von der Schönheit des jungen Mädchens so angetan, dass er nicht nur versuchte sie vom Christentum abzubringen, sondern sie auch zu seiner Frau machen wollte. Er wurde aber von ihr abgewiesen. Sie erklärte ihm mutig, dass sie ihr Leben ihrem himmlischen Bräutigam Jesus Christus geweiht habe. Der gedemütigte Olybrius rächte sich dafür umso grausamer. Er ließ Margareta an den Haaren aufhängen, mit Fackeln anbrennen und in siedendes Öl werfen. Margareta aber blieb unverletzt. Sie wurde ins Gefängnis geworfen. Dort erschien ihr der Teufel mehrmals in der Gestalt eines riesigen Drachen, der versuchte sie zu verschlingen. Diese schrecklichen Momente endeten jedes Mal durch das Kreuzzeichen, das Margareta über ihn machte. Das Volk war von diesen Wundern dermaßen beeindruckt, dass sich die Menschen offen zum Gott der Christen bekannten und taufen ließen. Da entbrannte der Zorn des Olybrius noch mehr und er kannte keine Grenzen mehr. Er ließ Margareta auf einem öffentlichen Platz enthaupten. Auf dem Weg zur Hinrichtung verzweifelte Sie nicht, sondern betete für ihre Verfolger und für diejenigen, die sich in Zukunft an sie wenden würden, vor allem aber für Schwangere und Gebärende. Deshalb wird Sie auch heute als eine der vierzehn Nothelfer verehrt und angerufen. Sie zählt gemeinsam mit den Märtyrerinnen und Nothelfern Katharina & Barbara und der heiligen Dorothea zu den vier Virgines capitales ? den bedeutendsten Jungfrauen. Ihr Gedenktag wird in der katholischen Kirche am 20. Juli gefeiert.