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Theologie des Leibes

Quelle: tomashoraciojerez.blogspot.com

 

Zitat für Monat Okt 2015, Teil 3
 

(bestehend aus 3 Teilen)

 

 

 

 

„Der Mensch tritt ein „in ein Dasein“, mit dem Bewusstsein, dass seine eigene Männlichkeit bzw. Weiblichkeit (das heisst seine Geschlechtlichkeit) auf ein Ziel hingeordnet ist.“

 

 Johannes Paul II., 9.1.1980

 

 

 

1.Teil „Kampf um die Seele“   

Quelle: www.pastorgunnar.de

 

„Sich schenken“ – Selbsthingabe – Deine Berufung

  

Wie Du vielleicht im 2. Teil gelesen hast, erfährt Adam an sich, dass er eine „Person“ ist. Eine Person die geschaffen ist zu lieben, ja deren Berufung die Liebe ist.
Warum ist das so? Warum soll der Mensch geschaffen sein zu lieben, bzw. warum behauptet Papst Johannes Paul II., dass die Liebe des Menschen Berufung ist?
 
Seine Erklärungen in der „Theologie des Leibes“  gehen von der „ursprünglichen Einsamkeit“  des Adams aus. Als Person, mit einer Seele, Emotionen und Gefühlen,  erfährt Adam, dass er unglaublich einsam ist, ohne ein anderes, ihm ähnlich geschaffenes Wesen. Adam hat in der Tierwelt kein ihm entsprechendes, ähnliches Geschöpf gefunden, mit dem er in Gemeinschaft leben könnte. Diese Einsamkeit sitzt in Adam und sie sitzt auch tief in jedem Menschen.
  

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Kennst Du dieses Gefühl der tiefen Einsamkeit? Vielleicht  kennst Du es.  Es ist die Sehnsucht nach dem anderen „Ich“, nach der Ergänzung für Dich. Als Einzelperson sind wir alleine und einsam – ohne unser Gegenüber sind wir wie nur ein Teil oder anders ausgedrückt, eine Hälfte.   
 
Gott hat dies so gewollt. Er hat den Menschen aufeinander ausgerichtet, den Mann auf die Frau und die Frau auf den Mann. Diese gegenseitige Anziehung ist grundgelegt.  Die Sehnsucht Jemanden zu finden, der das ergänzt, was  Einem selber fehlt, ist der „ursprünglichen Einsamkeit“ des Adams ähnlich. Johannes Paul II. erklärt sogar, dass die „Endschöpfung des Menschen“ in der Erschaffung der „Einheit zweier Wesen“ besteht. 

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Quelle: https://vk.com/wall-59748606?offset=40

 

Zurück zu Adam - er sehnt sich nach seinem anderen „Ich“. Er will die Liebe die er in sich trägt, einem ihm entsprechenden Geschöpf weiterschenken zu dürfen. In sich spürt er seine eigentliche Berufung, dass er als Abbild Gottes erhalten hat. Liebe weiter schenken, denn er ist eine Inkarnation der Liebe selber.

 

 

Der Mensch hat die Liebe als Geschenk von Gott erhalten und der Mensch möchte diese Liebe weiter verschenken. Adam hat verstanden,  in der Gemeinschaft, in der Beziehung erhalten wir  die Erfüllung, nach der wir uns sehnen. Mann und Frau  fühlen sich in der Zweisamkeit erst als ein „Ganzes“. Wobei das Paar wiederum die einander geschenkte,  Liebe weiterschenken möchte, indem sie fruchtbar wird und in der auch ein Kind gezeugt werden darf. 

  

Dies ist die Berufung des Menschen

 

Er ist zur Liebe bestimmt und findet seine Erfüllung in der Liebe zu Gott und in der Liebe zu seinem Nächsten. Der Mensch ist berufen sich zu verschenken an Gott und seinen Nächsten, ja er ist berufen zur Selbsthingabe, nur so findet der Mensch auch sich selber und gelangt zu seiner eigentlichen Bestimmung.

 

Dies ist die wahre Selbstverwirklichung.

Quelle: http://kathspace.com/kathspace-aktuell/mutter-teresa/1321/