Skip to main content

Theologie des Leibes

Quelle: tomashoraciojerez.blogspot.com

Zitat für Monat Dez 2015, Teil 3/3

 

„Der Mensch tritt ein „in ein Dasein“, mit dem Bewusstsein, dass seine eigene Männlichkeit bzw. Weiblichkeit (das heisst seine Geschlechtlichkeit) auf ein Ziel hingeordnet ist.“ 

Johannes Paul II., 9.1.1980

 

 

3. Teil Sexualität im großen, geistigen Kampf"

 

Dies ist der letzte Teil der drei Teile zum obigen Zitat, mit diesem Teil kommen wir zum Kernpunkt.

Es heisst in dem Zitat … „auf ein Ziel hin geordnet ist“. Kleinere und größere Ziele begleiten uns im ganzen Leben. Ein Ziel ist etwas, was man erreichen will.  Johannes Paul II. spricht im obigen Zitat von Mann und Frau, die miteinander ein Ziel erreichen möchten. Damit kann die Reinheit vor der Ehe leben gemeint sein, eine gute, gemeinsame Ehevorbereitung, gemeinsame Kinder haben, ein Haus bauen oder auch kleinere Ziele, wie gemeinsam den Alltag zu bestreiten mit all ihren Mühen und Sorgen, gemeinsam ein Fest für ein Kind vorbereiten usw.

Das hauptsächlichste und endgültigste Ziel jedoch, von dem der Papst hier spricht ist, das Ziel, dass jede Seele im tiefsten Inneren ersehnt. Den Himmel, Gott schauen wollen.

***

In der Ehe unterstützen sich die Partner gegenseitig um dieses größte aller Ziele zu erreichen. Sie ergänzen einander, der Mann in seiner Männlichkeit, die Frau in ihrer Weiblichkeit, jeder seiner/ihrer eigenen Aufgabe bewusst, in der Liebe zueinander und in der wahren Selbsthingabe an den anderen und somit, weil sie in dieser Aufgabe Gottes Willen erfüllen, in der Hingabe an Gott selber.

Quelle:

Für diese Aufgabe, die Aufgabe der Selbsthingabe, brauchen  wir unseren Leib. Der Leib dient uns als Mittel zur Kommunikation, und als Mittel um Liebe auszudrücken, sowie als Mittel um Taten zu vollziehen. Die Hingabe an den Nächsten und an Gott führt zur wahren Erfüllung und Glück in unserem Leben.
 
Unser Leib dient dem Nächsten – ja tatsächlich – unser Leib ist geschaffen zum Dienen und zum Lieben. Und das nicht nur in den alltäglichen Dingen des Lebens, nein auch in der Sexualität. Oder – besonders in der Sexualität ist die Selbsthingabe, in dem man für den Ehepartner zur Gabe und Geschenk wird, enorm wichtig. Erinnere Dich – Papst Johannes Paul II. sagte, dass Frau und Mann vor allem in der Gemeinschaft (in der Sexualität) besonders die Dreifaltigkeit widerspiegeln. Die Dreifaltigkeit ist ja ein ständiger Liebesaustausch zwischen Vater und Sohn, woraus der Hl. Geist hervorgeht. Auch beim ehelichen, körperlichen Liebesaustausch darf ein Kind entstehen, dass die Frucht und das Zeichen dieser wunderschönen Liebe ist.

***

Abbild Gottes sind wir, so heißt es in der Bibel. Ist es verwunderlich, dass gerade der größte Gegner, Satan dieses Abbild verzehren, ja sogar auslöschen will? Das der Teufel alles was rein und schön, liebenswürdig und erfüllend, hell und liebend, hingebend und dienend zerstören will? Satan will alles zerstören, was Gott ähnlich ist. Er weiß was er verwirkt hat mit seinem Ungehorsam gegen Gott und mag den Menschen das größte Glück – den Himmel nicht gönnen.
                                                      

Vielleicht verstehst Du immer mehr, warum der Leib, die Geschlechtlichkeit und die Sexualität in einem grossen, geistigen Kampf stehen. Dazu die Worte,  von Christopher West, Theologie des Leibes für Anfänger:

Quelle:

 

„Wenn Gott den Leib und die sexuelle Vereinigung dazu geschaffen hat, sein ewiges Geheimnis der Liebe zu verkünden, warum ist es für uns dann so wenig sichtbar? Wenn wir zum Beispiel das Wort „Sex“ hören, was kommt uns normalerweise in den Sinn? Etwa das tiefe Geheimnis der ehelichen Vereinigung als Vorgeschmack der Vereinigung von Christus und seiner Kirche – oder etwas, sagen wir, weniger Heiliges?“

***

Halten wir hier einen Moment inne. Wenn Leib und Sexualität dazu bestimmt sind, unsere Vereinigung mit Gott zu verkünden und wenn es einen Feind gibt, der uns von Gott trennen will, wo denkst Du, wird er angreifen? Wenn wir wissen wollen, was am Kostbarsten, Heiligsten in dieser Welt ist, dann müssen wir nur nach dem suchen, was am stärksten entweiht wird.


Der Feind ist kein Dummkopf. Er weiß, dass Leib und Sexualität dazu bestimmt sind, das göttliche Geheimnis zu verkünden, und von seiner Warte aus muss diese Verkündigung gestoppt werden. Männer und Frauen müssen davon abgebracht werden, das Geheimnis Gottes in ihrem Leib zu erkennen. Die Schlange will uns blind machen für die Wahrheit, für die Berufung des Menschen. Doch keine Angst: Christus kam, um unsere Blindheit zu heilen! (vgl Lk4,18)

„Im Moment müssen wir im Auge behalten, dass der Kampf um die Seele des Menschen über die Wahrheit um seinen Leib ausgetragen wird.“

Sexualität die losgelöst ist von der Ehe und vor der Offenheit für die Weitergabe des Lebens (mit technischen Verhütungsmittel),  Sexualität die losgelöst ist von der Geschlechtlichkeit (Homosexualität) und Sexualität die losgelöst ist von der Hingabe an eine Person (Selbstbefriedigung) führt nicht zur vollkommenen Erfüllung und zum wahren Glück in der Liebe, sondern oft in einen Teufelskreis und in eine tiefe, innere Leere. Dieser Teufelskreis muss durchbrochen werden, mit Hilfe von Gott, seinen Engeln, seinen Heiligen und unserem eigenen Wollen.

 
Gott gab uns Hilfen in unserem geistigen Kampf. Wenden wir uns an Maria, die reinste aller Menschen, sie weiß wie wir selber ein reines Herz erhalten können, sie wird uns als unsere Mutter begleiten. Und wenden wir uns an die Engel, besonders an unseren Schutzengel, der uns seit unserem Bestehen begleitet und unseren Leib und unsere Seele schützen will. Mit Hilfe der Engel und der Heiligen können wir diesen Kampf bestehen. Dank sei Gott.

Yvonne Pfister